Geschichte + Visionen
 

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"2025"

Austausch über physische Datenträger

Daten können nur zwischen Rechnern desselben Typs oder Herstellers und nur über physische Datenträger wie Magnetbänder oder Lochkarten transportiert werden.

Rechner werden überwiegend für umfangreiche numerische Kalkulationen genutzt.

 

ARPANET

In den USA wird vom Advanced Research Projects Agency (ARPA), einer Forschungsbehörde des amerikanischen Verteidigungsministeriums, das ARPANET gegründet.
Durch verteilte Datenhaltung und Datenabgleich auf verschiedenen Wegen soll gesichert werden, daß die Daten beim Ausfall von einzelnen Rechnern oder Datenwegen erhalten und nutzbar bleiben.

Ende des Jahres sind 4 Computerzentren miteinander verbunden.

 

ARPANET wächst, weitere Netze entstehen

Mehr und mehr Universitäten und Forschungszentren nutzen das ARPANET. Die Anzahl der unterschiedlichen Rechner und Betriebssyteme, die ins ARPANET wollen wächst dadurch ständig.

Parallel entstehen neue Netze (z.B. ALOHANET auf Hawaii, Daten werden per Radiowellen übermittelt). Der Wunsch die Netze zu vernetzen ("Internetworking") führt zum "INTERNET Program".

 

E-Mail, @

Das @-Zeichen, auch "Klammeraffe" genannt (und heutzutage "ät" gesprochen) wird von einem Programmierer (Ray Tomlinson) bei der Entwicklung als Trennzeichen für E-Mail-Adressen eingesetzt.

Die Legende sagt, das er das @-Zeichen nur verwendet hat, weil es das am seltensten beutzte Zeichen auf der Tastatur war.

 

"INTERNET Program" wird gegründet,
England und Schweden steigen ins Netz ein

Der Datenaustausch auch zwischen unterschiedlichen Rechnern, Betriebssystemen und Netzen auf verschiedenen Übertragungswegen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten soll sichergestellt werden. Als gemeinsames Datenübertragungsprotokoll wird im Laufe der folgenden Jahre TCP/IP entwickelt.

Als erste europäische Staaten vernetzen sich England und Schweden mit den USA.

 

USENET entsteht

Das USENET entsteht, eine Art elektronisches schwarzes Brett mit Diskussionsgruppen zu allen möglichen Themen. Der Zugang zum USENET ist auch mit Einzelrechnern möglich, die nicht mit ARPANET verbunden sind.

JedeR TeilnehmerIn kann Nachrichten schreiben, die dann für alle anderen lesbar und kommentierbar sind. Dadurch entsteht ein Diskussionsforum, das sehr schnell wächst und eine Unterteilung in hierarchisch strukturierte Interessengruppen ("Newsgroups") nötig macht. Heute gibt es über 15.000 solcher Foren.

 

ARPANET auf TCP/IP umgestellt

Das ARPANET wird vollständig auf TCP/IP umgestellt.

Manche halten diesen Tag für die "Geburtsstunde" des Internets.

 

Amerikanisches Militär gründet sich neues Netz

Die zunehmende zivile Nutzung und Offenheit des ARPANET bewegt das Miliär dazu, ein neues "eigenes" Netz für sich zu gründen - das Milnet.

Das ARPANET bleibt den WissenschaftlerInnen.

 

NSFNET wird gegründet

Vor allem um die großen Supercomputer mehr Forschenden in den USA zugänglich zu machen wird das NSFNET gegründet.Es baut auf der bestehenden Infrastruktur des ARPANET auf.

TCP/IP bleibt als Datenübertragungsprotokoll.

 

ARPANET wird überflüssig

Schon 1988 hatte das NSFNET größere Kapazitäten als das ARPANET entwickelt.

Daher entscheidet die ARPA 1990 die Hardware abzubauen. Da das NSFNET alle Funktionen übernimmt, macht das für die meisten BenutzerInnen keinen Unterschied.

 

Am CERN entstehen die Grundlagen des WWW

Am Genfer Hochenergieforschungszentrum CERN entwickelt der britische Informatiker Tim Berners-Lee mit einigen KollegInnen einen neuen Weg wissenschftliche Dokumente online sichtbar zu machen.

Mit strukturierbarem Text, der Möglichkeit Grafiken in Dokumente einzubinden und vor allem mit der Idee der Vernetzung von Dokumenten über "Hyperlinks" entsteht das World Wide Web. Ein neues Dateiformat (HTML) und ein neues Protokoll (HTTP) entstehen.

 

Webbrowser Mosaic frei verfügbar

Mosaic - als frei verfügbarer Webbrowser für grafische Benutzeroberflächen - findet Verbreitung.

Das Wachstum des WWW beginnt.

 

WWW wichtigster Dienst im Internet

Der bisher mit Abstand führende FTP-Datentransfer wird vom HTTP-Datenaufkommen deutlich überrundet.

Die ersten Zeitungen, die sich auf das Internet spezialisiert haben, erscheinen.

 

10,4% der EinwohnerInnen Deutschlands surfen

Die Internet-Nutzung in Deutschland hat laut der ARD/ZDF-Online-StudieARD/ZDF-Online-Studie im letzten Jahr um 61% zugenommen. 6,6 Millionen Menschen sind im Internet unterwegs.

Allerdings sind (laut derselben Studie) 70% der Onlinernutzer berufstätig, 72% männlich, 62% formal hochgebildet und 63% zwischen 20 und 39 Jahren alt - nicht gerade ein Querschnitt durch die Bevölkerungspyramide.

 

Ca. 260 Millionen Menschen nutzen das Internet

Laut einer Studie der amerikanischen Firma Computer Industry Almanac Inc.Studie der Computer Industry Almanac Inc. nutzten weltweit Ende 1999 etwa 260 Millionen Menschen das Internet (Deutschland: ca. 12 Millionen).

Davon leben - laut derselben Studie - allerdings 110 Millionen in den USA. Die sogenannten "Industrienationen" sind überproportional vertreten.

 

28,6% der bundesdeutschen Erwachsenen surfen

Im Frühjahr 2000 surfen laut der ARD/ZDF-Online-StudieARD/ZDF-Online-Studie bereits 18,3 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen. Der Anteil der Frauen steigt (21% der Einwohnerinnen Deutschlands), auch die Anteile der Älteren und der formal weniger Gebildeten. Dennoch bleibt die Internetnutzung weiterhin gekoppelt an Geschlecht, Berufstätigkeit, Alter und formalen Bildungsgrad.

Die Kosten für die Domain und Online-Zeiten sinken permanent. Gleichzeitig setzt sich der Trend der vergangenen Jahre das Internet kommerziell nutzbar zu machen weiter fort: "e-commerce" oder "e-" als Wortanhängsel an verschiedenen Begriffen scheint das Schlagwort der Jahre 1999/2000 zu werden.

 

Alltagsnutzung des Internet

2002: Nach Schätzungen werden über 490 Millionen Menschen das Internet nutzen.

2005: Ca. 12% der Weltbevölkerung sollen im Internet unterwegs sein (über 765 Millionen Menschen).

 

"Geteilte" Festplatten online

Mit Hilfe eines Programmes ("Peer-to-Peer-Applikation" (P2P)) wird der eigene Rechner zuhause zum "Server".

"Private" Festplatten können von anderen genutzt werden (z.B. "Gnutella").

 

Immer gezieltere Werbung

Schon heute ist es möglich - sogar ohne weitergehende Informationen, entsprechend z.B. der Abfragebegriffe in einer Suchmaschine "gezielt" Werbung nach vermuteten Interessen auf Web-Seiten einzublenden.

Durch sogenannte "NutzerInnen-Profile" wird versucht Informationen (z.B. über die in letzter Zeit besuchten Seiten) Personen zuzuordnen, um dann entsprechende Themen auszuwählen. Persönliche Daten sind eine Ware.

 

Zielgruppe Kinder

Kinder verbringen viel Zeit vor dem Fernseher und dem PC - und in Zukunft auch online?

Kinderschutzsoftware soll Kinder vor bestimmten Informationen behüten, bzw. Ihnen eine Begrenzung (zeitlich und des Informationsangebotes) setzen.

 

Der Netz-PC

Ein Netz-PC startet sozusagen nur "online".

Betriebssystem und Programme werden nach Bedarf aus dem Netz geladen, Arbeitsergebnisse werden im Netz abgelegt.

 

Einkaufen online

Im Netz einzukaufen ist heute schon möglich, aber die rechtlichen Regelungen hinken dem länderübergreifenden Netz noch weit hinterher.

Auch hier werden mit besseren Datenübertragungsraten erheblich Veränderungen erwartet: Virtuelle 3-D-Räume und -Produktansichten, Avatare (virtuelle Abbildungen) die Ein- und Verkäufer repräsentieren, personalisierte Angebote, die auf dem bisherigen Nutzungs- und Einkaufsverhalten basieren ...

 

Such- und Nachrichtenrobots

Im Internet die gewünschten Informationen zu finden - sogar wenn bekannt ist, daß sie online stehen - kann sich zum Marathon auswachsen.

Wahrscheinlich ist, daß in naher Zukunft Programme die Suche übernehmen. Eine Suchroutine wird mit entsprechenden Parametern "gefüttert" und präsentiert die Ergebnisse (z.B. eine Nachrichtenauswahl zum Frühstück).

 

Video-Konferenzen und Internet-Telefonie,
Fernsehen online

Wenn die "Datenautobahn" erstmal steht, sollen viele Anwendungen alltäglich werden für deren häufige Nutzung die bisherigen Verbindungen noch zu langsam sind.

Es wird erwartet, daß die Kosten für den Internet-Zugang gegen Null gehen, aber dafür immer mehr Angebote im Netz kostenpflichtig werden.

 

Sprachein- und -ausgabe

Intensiv wird am sprachgesteuerten Computer gearbeitet.

Die Tastatur könnte für die Alltagsarbeiten überflüssig werden.

 

Virtuelle Realitäten

Noch ist das Netz - trotz Bildern, Ton, Video und Animation - weitgehend textorientiert.

Doch mit schnellerer Datenübermittlung ist es möglich virtuelle Abbildungen zu schaffen, in denen die UserInnen sich "bewegen" können.

 

Das Netz entwickelt sich

Das Internet entwickelt sich so schnell, das die Folgen kaum eingeschätzt werden können. Typisches Beispiel dafür sind die rechtlichen Regelungen, die der Entwicklung immer hinterherhinken.

Informations-, Kommunikations-, Arbeits- und Lernstrukturen aber auch nationale und politische Strukturen verändern sich durch das Internet.

 

Zukunft

Eine Unterhaltung an einem beliebigen Sonntagmorgen im Jahre 2025 ...

 

 

weigel/treue - 20.09.00